Berufsbildungstage im Kanton Bern

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Das Programm «Berner Erlebnistage Berufsbildung» des Verbandes Berner KMU fand unter dem Titel « Rendez-vous Job 22» nach 2019 zum zweiten Mal im gesamten Kanton statt. Vom 10. – 12.3. wurde dazu im Frutigland in die Überbetrieblichen Kurzentren nach Mülenen (AGVS) und Frutigen (Holz) eingeladen.

Berufsbildung erlebbar machen

«Rendez-vous Job» wollte im Kanton Bern die Berufsbildung attraktiv und erlebbar machen. Jugendlichen, ihren Eltern und Lehrpersonen sollten die Vorteile einer Berufslehre («spannend, praktisch sinnvoll») aufgezeigt und an praktischen Übungen veranschaulicht werden.

Zur Durchführung der Erlebnistage Berufsbildung wurde eigens ein gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen, der die direkt an dem Projekt beteiligten Einrichtungen koordiniert: ÜK-Zentren und Organisationen der Arbeitswelt, aber auch die Kontakte in den Schulen, wie die Kommunikationsverantwortliche von «Berner KMU», Nina Zosso, in Frutigen erläuterte.

Im Bildungszentrum Holzbau in Frutigen erläuterte die Kommunikationsverantwortliche Nina Zosso (Bildmitte) den Ausbildungsverantwortlichen das Konzept der «Erlebnistage Berufsbildung». Im Vordergrund Ausbildungsleiter Jakob Bircher.

Dazu wurden Schulklassen und Gruppen ab dem 5. Schuljahr der Volksschulen des Kantons Bern eingeladen, Berufe ihres Interesses direkt in den überbetrieblichen Kurszentren zu erleben und konkrete Informationen zur Berufslehre zu erhalten. In Mülenen und Frutigen war eine Schulklasse aus Seftigen zu Gast.

Frühe Sensibilisierung gelungen

Die vom Verband Berner KMU angestrebte «frühe Sensibilisierung» für die vorgestellten Berufsfelder war schon am Morgen des ersten Tages im Ausbildungszentrum des Auto Gewerbe Verbands (AGVS) in Mülenen spürbar. Mit gespanntem Interesse vertieften sich Mädchen und Jungen in die Details moderner Antriebs- und Motorentechnik, die ihnen der dortigen Ausbildungsleiter, Adrian Zwahlen, in faszinierender Praxisnähe und mit grosser Intensität nahebrachte. Phasenweise hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so konzentriert waren alle im theoretischen Teil bei der Sache, bevor man dann daran ging, selbst einen kleinen Elektromotor zu bauen.

Ausbildungsleiter Adrian Zwahlen (AGVS, Mülenen) bei der praktischen Arbeit: Die ersten Handgriffe zum Bau eines Elektromotors zeigt er selbst.

Im Bildungszentrum Holzbau in Frutigen war die Seftiger Schulklasse dann anschliessend zu Gast. Und erneut ging es handwerklich zur Sache: Bei Bau eines Spielwürfels konnten Schülerinnen und Schüler die Grundtechniken des Umgangs mit Holzwerkstücken ausprobieren. Und obwohl manche sich schon in der Familie («Meine Schwester ist Schreinerin») oder bei Freunden mit dem Handwerk befasst hatten, war das «Selbst-Machen» für die allermeisten eine neue und spürbar faszinierende  Erfahrung.

Grundtechniken des Umgangs mit Holzwerkstücken konnte im Bildungszentrum Holzbau in Frutigen erlebt werden.

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